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Dekanat Gunzenhausen  |  E-Mail: info@dekanat-gunzenhausen.de  |  Online: http://www.dekanat-gunzenhausen.de

Willkommen

Die Evang.-Luth. Kirchengemeinden Altenmuhr (St.Johannis) und Neuenmuhr (St.Jakobus) begrüßen Sie auf ihrer Internet-Seite!

 

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Liebe Gemeindeglieder in Alten- und Neuenmuhr, liebe Gäste unserer Homepage,

ich grüße Sie alle sehr herzlich mit dem Wochenspruch des 6. Passionssonntags „Palmarum“ (= Palmsonntag) am 5. April 2020:

„Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Johannes 3, 14-15)

Oben sein – nicht untergehen! Das ist ein sehr verständlicher Wunsch. Wir möchten drüber stehen, nicht unterliegen – die Übersicht behalten, bei keinem „unten durch“ sein. Aber wie kommt man nach oben? Muss ich die Karriereleiter emporsteigen? Und welchen Preis bezahle ich dafür? Muss ich Anderen meine Überlegenheit zeigen, indem ich sie klein mache? Muss man sich durchboxen in unserer Gesellschaft, um eines Tages das Ziel zu erreichen, endlich „oben“ zu stehen?

Jesus geht den anderen Weg. Er erhöht sich nicht selbst. Er wird erhöht – von Gott. Und diese Erhöhung bringt ihn zuerst ans Kreuz. Das ist kein schöner Ort, um „oben“ zu sein. Es ist die schrecklichste Erhöhung, die man sich denken kann.

Warum geht Gott mit Jesus diesen Weg ins Leiden und ans Kreuz und keinen anderen Weg? Ich denke, hier zeigt sich wirklich das Einmalige des christlichen Glaubens. Der Gott, der in Jesus Mensch wird, schaut nicht zu, wenn wir selbst „unten“ sind und Leid erfahren. Es ist SEIN Weg – der Weg an unserer Seite –, der durch das Kreuz zum Leben führt. Gott erklärt diese Welt und die Menschen zur „Chef-Sache“. Er kennt all das, was uns passieren kann, hautnah und am eigenen Leib. Um uns nah zu sein, wählt er das Kreuz.

So können wir frei werden von den Vorstellungen, die uns einflüstern wollen, dass man nur dann etwas wert ist, wenn man selbst oben und die Anderen unten sind. Jesus kehrt die Machtverhältnisse dieser Welt um und stellt sie auf den Kopf. An der Seite der Armen, der Schwächsten, der Einsamen, der Leidenden, der Sterbenden und der Trauernden ist dieser Gott zu finden. Er macht sich auf den Weg zu jedem von uns – zu jedem an seinem Platz: an den Orten, wo die Ängstlichen und die Traurigen sind, an den Krankenbetten, in den Sterbezimmern.

„Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“

Das ewige Leben beginnt nicht irgendwann nach unserem Tod. Das ewige Leben ist ein Leben, das ermutigt, gestärkt und zuversichtlich ist. Und das beginnt schon jetzt, wo Menschen sich geborgen fühlen in Gottes Liebe – wo Menschen in ihren Ängsten und Sorgen den Halt nicht verlieren – wo Menschen füreinander da sind in schwierigen Zeiten und einander helfen und so diesen Segen Gottes an Andere weitergeben.

Lasst uns ein Zeichen setzen! Jetzt kann er – Jesus – unsere Rettung sein. Er ist der Herr über alle Welt!

Bleiben Sie behütet und gesund!
Ihr
Pfarrer Karl-Heinz Brendel

 

 

Siehe auch hier und unter 'Aktuelles & Veranstaltungen/ Gottesdienstplan' !

 

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