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Muhr am See: 2014: Stimmungsvoller Adventsabend

Die Tore musikalisch geöffnet


Stimmungsvoller Adventsabend in Muhr mit zahlreichen Akteuren


MUHR AM SEE (gln) - „Wir zünden die erste Kerze an!" Unter diesem Mot­to stand der musikalische Adventsabend in der St.-Walburgis-Kirche, der vom gemischten Chor unter Lei­tung von Pfarrer i. R. Helmut Richter, vom Posaunenchor unter Leitung von Thomas Uhlmann und von Stefan Hof­mann an der Orgel gestaltet wurde.
Zeit der Vorbereitung

Schon beim Läuten zu Beginn war das Gotteshaus nahezu voll besetzt. Nach einer „Echo-Fantasie", gespielt vom Posaunenchor, hieß Kaplan Ja­nusz Mackiewicz die Akteure und die Zuhörer willkommen. Die Ad­ventszeit wird meist als Vorweih­nachtszeit gesehen, als Vorberei­tungszeit für das Weihnachtsfest. Aber sie ist als Zeit vor Weihnachten etwas anderes und auch mehr. Sie ist Zeit der Erinnerung an Vergangenes und an Kommendes. Sie will daran erinnern, wie dem Kommen Christi in unsere Welt eine lange Zeit der Vorbereitung vorausging, bis es end­lich soweit war und der Heiland im Stall von Bethlehem geboren wurde, ganz so, wie es die Propheten ver­heißen hatten. Und sie will auch da­ran erinnern, dass Christus wieder­kommen wird am Ende der Zeit und dass sich alle Menschen darauf vor­bereiten sollen, um ihn zu empfan­gen. Dies kam in dem Lied zum Aus­druck, das die Gemeinde mit Beglei­tung des Posaunenchors sang: „Wie soll ich dich empfangen und wie begeg'n ich dir ...".
Dem Stück des gemischten Chors „Nun öffnet Tor und Türen ..." lag das Wort aus dem 24. Psalm zugrunde, das für adventliche Lieder und Musik im­mer wieder Verwendung fand: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!" Im Lied: „Im Advent" wird die Stimmung dieser Tage vor Weih­nachten geschildert. Der Vortrag eini­ger Adventslieder der Jungbläser des Posaunenchors, unterstützt von Altbläsern in den Bassstimmen, schloss sich an. Pfarrer Helmut Richter fügte einige besinnliche Worte zu dieser Kirchenjahreszeit an.
Im Lied des gemischten Chors „Es blühen die Maien ..." ging es nicht um den Frühlingsmonat Mai. Im Alt­hochdeutschen bedeutet das Wort „Maien" einfach „Blüten" und „fri­sches Grün"; wie das auch im Weih­nachtslied: „Es ist ein Ros' entsprun­gen ..." anklingt und sich auf eine alte Weissagung des Propheten Jesa­ja bezieht. Was die Verkündigung des Engels bei den Hirten auslöste, besang das nächste Lied: „O Freude über Freude", und diese Freudenbot­schaft des Engels war auch die Grundlage für den nächsten Vortrag des gemischten Chors: „Frohlocket, ihr Hirten ...".
Mit einer Melodie aus unseren Tagen „Winter Wonderland" stellte der Po­saunenchor die Adventszeit dar. Viel­leicht erfüllt sich auch bald die Bitte des darauf folgenden Stücks: „Let it snow!" - zu Deutsch: Lass es schneien! - in den nächsten Tagen. In hervorra­gender Weise nahm Stefan Hofmann an der Orgel das Wort aus dem 24. Psalm in seinen Interpretationen zu dem wohl bekanntesten Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!" auf, das die Gemeinde dann mit Begleitung durch die Orgel, bei der auch der Zimbelstern zum Einsatz kam, anstimmte. Mit einem Gedicht, das Pfarrer Richter selbst verfasst hat, leitete er zu den bekannten Stücken des Posaunenchores „Wir sagen euch an den lieben Advent!" und zum „Sie­gesmarsch" aus „Judas Makkabäus" von G. F. Händel über.
Wunschzettel der besonderen Art
Vor dem Lied des gemischten Chors „Vom Himmel hoch, ihr Eng­lein kommt ...", dem russischen, auf Christus umgedeuteten Wiegenlied „Bajuschki baju", sowie „Licht in der Nacht" und dem Lied „Lobsin­get Gott, dem Herrn ...", das Stefan Hofmann einfühlsam auf der Orgel begleitete, trug Pfarrer Richter einen „außergewöhnlichen Weihnachts­wunschzettel" vor und schloss an diesen letzten Vortrag des gemisch­ten Chors ein Fürbittengebet an. An­schließend bedankte sich Kaplan Mackiewicz bei allen Mitwirkenden und sprach den Segen, bevor die Zu­hörer, begleitet vom Posaunenchor, das letzte Lied anstimmten: „Tochter Zion, freue dich!", dem ebenfalls ei­ne Adventsweissagung zugrunde liegt, die zugleich als Wochenspruch die erste Adventswoche einleitete.
Nach lang anhaltendem Applaus erhielten die Besucher des Abends noch selbstgebackene Lebkuchen. Die Kollekte, die für die Aktion des Cari­tasverbands Eichstätt „Flüchtlinge im Libanon" bestimmt war, erbrachte 320 Euro. GÜNTER L. NIEKEL

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 05.Dezember 2014

© Text und Foto: Pfarrer i.R. Günter L. Niekel

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

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