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Ausflug Frauen-/Seniorenkreis 2015

31 Personen trafen sich am 9. Juni zum Ausflug des Frauen- und Seniorenkreises. Das Wetter meinte es gut mit den Ausflüglern. Zwar gab es keinen Sonnenschein, es sah aber nicht nach Regen aus. So war es im Vergleich zu den vorausgehenden heißen Tagen angenehm kühl.

Hauptziel war das Käthe-Kruse-Puppenmuseum in Donauwörth. Ob dieses Ziel der Grund war, dass nur drei Männer dabei waren? Immerhin war im Vorfeld mal zu hören, dass man bei einem Besuch des Airbus-Helicopter Werkes wohl mitgefahren wäre. Fazit voraus: auch für die Männer war es interessant.

Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1505Eigentlich hatte Käthe Kruse die ersten Puppen nur für die eigenen Kinder erstellt, nachdem man mit den damals üblichen Puppen mit Porzellanköpfen nur bedingt spielen konnte. Vor allem war ein "Schmusen" und "An-sich-drücken" nur schwer möglich. So nahm Käthe Kruse ein Handtuch, füllte seine Mitte mit Sand, machte Knoten in die Ecken, die dann Hände und Beine bildeten und befestigte eine Kartoffel als Kopf. Mit einem abgebrannten Streichholz bekam die Puppe Augen Mund und Nase. 1905 kam es so zur Geburtsstunde der Käthe-Kruse-Puppen. Es folgten weitere Puppen für ihre insgesamt 8 Kinder.

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Bei einer Ausstellung "Spielzeug aus eigener Hand" wurde Käthe Kruse bekannt. Jeder wollte nun ihre weichen kindgerechten Puppen aus Stoff haben. Es entwickelt sich die professionelle Puppen-herstellung. Durch entsprechende Kleidung und Frisuren wurden die Puppen äußerst lebensecht als Kinder und Erwachsene in verschiedensten Lebenssituationen hergestellt. Auch heute noch werden die Puppen überwiegend in Handarbeit gefertigt.

Interessant ist, dass alle Puppengesichter keine Gefühlsregung zeigen. Den Kindern sollte nicht vorgegeben werden ob nun die Puppe traurig, froh, ängstlich oder wütend ist. Lediglich ein lächelnder Bub bildete eine Ausnahme. Neben den Puppen kam in den dreißiger Jahren auch die Herstellung von lebensgroßen Schaufensterpuppen hinzu. Durch ein Drahtgestell im Inneren des Körpers konnten so verschiedene Körperstellungen und Bewegungen dargestellt werden. Auch für die Puppen wurden solche Gestelle verwendet.

Da die Puppen alle in Handarbeit entstanden, waren sie auch entsprechend teuer und wurden zum Sammlungsobjekt und zur Wertanlage. Eine solche Sammlung mit ausführlicher Dokumentation befindet sich seit 2013 in der Stadt Donauwörth. Stadt und Käthe Kruse GmbH finanzierten mit einer hohen sechsstelligen Summe den Ankauf, um die Sammlung vor einer Auktion zu bewahren. Zusammen mit den Exponaten im Museum ist so der weltweit größte Bestand an Käthe-Kruse Puppen entstanden.

 

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Die Rückfahrt führte über Wemding. Zur traditionellen Kaffeerunde fand man sich im Gasthaus zu Wallfahrt ein, direkt neben der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein gelegen. Das Gotteshaus konnte anschließend besichtigt werden. Mitten in der Kirche steht der Brunnen-Altar. Frisches Quellwasser fließt in vier Schalen. Manche Gläubige benetzen sich damit die Augen, in Erinnerung an ein Augenwunder in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Von der Möglichkeit, in einem kleinen Fläschchen etwas Wasser mit nach Hause zu nehmen, machten einige Teilnehmerinnen durchaus Gebrauch.

 

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Erfüllt und zufrieden vom Erlebten des Tages traf man kurz nach 18:00 Uhr wieder in Muhr ein. Der Wunsch, auch im kommenden Jahr wieder unterwegs zu sein, war deutlich zu vernehmen.

Hans Rohn, Renate Müller

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