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2016.03.06 Wiedereinweihung St.-Johannis-Kirche

Altenmuhr, St. Johannis-Kirche
St.- Johannis-Kirche in Muhr am See. Foto: Kuhn

Große Freude in Muhr

Kirche St. Johannis nach Bauzeit wieder eingeweiht

 

MUHR AM SEE — Nach langer Bau­zeit ist die Kirche St. Johannis wieder benutzbar. Mit einem Festgottesdienst wurde der Abschluss der Sanierungsarbeiten gefeiert.

Im August 2014 wurde durch das Aufstellen des Baugerüsts am Langhaus sichtbar, dass die lange geplante Renovierung beginnen würde. Im Sep­tember konnten bei sehr günstiger Witterung – es gab nur einen Regentag – Kirchenschiff, Vorhalle und Sakristei neu gedeckt werden. Nach­dem im Herbst noch der Außenputz im Sockelbereich von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, des Heimatvereins und freiwilligen Helfern entfernt worden war und das durchfeuchtete Mauerwerk über den Winter austrocknen konnte, begannen im Juni 2015 die Putz- und Malerarbeiten im Außenbereich.

Ab Ostern 2015 musste die Kirche wegen Renovierung des Innenraums geschlossen werden. Durch Schäden, die erst erkennbar waren, als das komplizierte Innengerüst aufgestellt war, konnte der ursprüngliche Einweihungstermin, der auf den 1. Advent 2015 angesetzt war, nicht gehalten werden. Nun war es aber nach etwa zehnmonatiger Bauzeit im Innern soweit, dass das grundlegend renovierte Gotteshaus wieder eingeweiht werden konnte. Viele Gäste aus nah und fern waren zum festlichen Gottesdienst erschienen, darunter Vertreter des Staatlichen Bauamts Ansbach, der Politik, des Kirchenwesens, der Banken und der am Bau beteiligten Firmen, und nicht zuletzt zahlreiche Gemeindeglieder die schon lange den Tag herbeigesehnt hatten, an dem das Gotteshaus wieder benutzt werden konnte.

Unter Glockengeläut und Begleitung des Posaunenchors zogen der Kirchenvorstand mit der Regionalbischöfin Gisela Bornowski aus Ansbach, dem Ortspfarrer Karl-Heinz Brendel und Pfarrer i. R. Günter L. Niekel ins Gotteshaus ein. Während des Einzugslieds „Tut mir auf die schöne Pforte …“ brachten die Kirchenvorsteher die Abendmahls- und Taufgeräte und die große Altarbibel an ihren Ort. Pfarrer Brendel gab seiner Freude Ausdruck, dass die Regionalbischöfin gekommen war, um die Wiedereinweihung mitzufeiern und die Festpredigt zu hal­ten.

Trostwort als Schwerpunkt

Nach der Gnadenverkündigung war der gemischte Chor mit dem Lied „Herr Gott, wir loben dich …“ an der Reihe, und bevor die Regionalbischöfin die Kanzel betrat, sang die Gemeinde mit Begleitung des Posaunenchors und der renovierten Orgel, gespielt von Stefan Hofmann, den Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott “. In der Festpredigt, der ein Text aus dem 2. St.-Johannis, Muhr am SeeBrief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth (2. Kor. 1, 3-7;) zugrunde gelegt war, ging die Reginalbischöfin zuerst kurz auf die Geschichte der Kirche und ihre Bedeutung für das Dorf ein und kam dann zum Schwerpunkt des Predigttextes, der ein Trostwort ist: „Wenn Steine sprechen könnten, würden sie von Menschen erzählen, die hier (in dieser Kirche) Trost fanden und finden.“ Menschen bräuchten einen Ort für ihre Freude, für das Lob Gottes und ihren Dank. Die Kirche sei aber auch ein Ort, wo für die „gebetet wird, die Trost brauchen: für die Kranken und Sterbenden, die Einsamen und Ver­zweifelten, die Flüchtlinge und die Opfer von Gewalt und Katastro­phen“. Man dürfe dankbar sein, dass die Kirche ein Ort sei, an dem die Freu­de zum Ausdruck gebracht werden dürfe, „aber auch ein Ort des Trostes, von dem dann von Gott getröstete Menschen hinausgehen, um wieder andere zu trösten“.

Nach dem ursprünglich aus Thüringen stammenden Kirchweihlied. „Die Väter weihten dieses Haus, o Höchster, deinem Namen …“ folgten noch einige Abkündigungen, und nach einem Vortragsstück des Posaunenchors traten die Regionalbischöfin und Pfarrer i.R. Günter Niekel zum Fürbittengebet an den Altar. Der gemischte Chor trug das „Ave verum“ von Mozart vor, es folgten die Widmung der Kirche und das Danklied: „Nun danket alle Gott“. Nachdem die Regionalbischöfin den Segen gesprochen hatte, folgten Grußworte von Landtagsabgeordnetem Manuel Westphal und Diakon Manfred Schart von der katholischen Kirchengemeinde in Vertretung von Pfarrer Christian Konecny. Beide beglückwünschten die Gemeinde zur gelungenen Renovierung. Die Vertreter der Raiffeisenbank und der Sparkasse überreichten Schecks in Höhe von je 1500 Euro.

Pfarrer Brendel bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des großen Werkes beitrugen: beim Staatlichen Bauamt und dem Ingenieurbüro Herzner und Schröder, bei den Handwerkern und bei allen, die mit Rat und Tat und mit ihren Spenden das Werk unterstützten. Ohne den Staat hätte die Kirchenrenovierung nicht stattfinden können. Der Staat hat an der Kirche die subsidiäre Baulast, und von der Kirchengemeinde müssen Hand­und Spanndienste geleistet werden, schilderte der Geistliche. Da beide Verpflichtungen heute mit jeweils fünf Prozent aus den staatlichen Kosten ausgeschieden werden, muss die Kirchengemeinde also zehn Prozent übernehmen. Nicht unter die staatliche Baulast fallen die „beweglichen Dinge“, das Gestühl, der Altar, die Kanzel, die Orgel und die große Glocke sowie alle elektrischen Anlagen, etwa die Lampen, die Kirchenheizung, die Lautsprecheranlage und die Glockenantriebe.

Obwohl mehr gemacht wurde, als ursprünglich geplant war, wurde die errechnete angenommene Bausumme von 564000 Euro unterschritten, was eine Seltenheit sei, wie es hieß. Die voraussichtlichen Gesamtkosten errechnen sich auf 452000 Euro, wovon auf den Staat 202000 Euro entfallen. Zum kirchlichen Anteil steuerte das Landesamt für Denkmalpflege 60000 Euro hinzu, und die Gemeinde Muhr am See unterstützte die Renovierung mit 30000 Euro.

Der noch verbleibende Rest muss durch Spenden von der Kirchengemeinde und aus Mitteln der Landeskirche aufgebracht werden.

Dank Richtung Neuenmuhr

Als Zeichen des besonderen Dankes für die enorme Mehrbelastung während der Bauzeit überreichte Pfarrer Brendel der Mesnerin der St.-Johannis-Kirche, Emma Auernhammer, und dem Mesner der St.-Jakobus-Kirche Andreas Ströhlein, einen Blumenstrauß mit einem Geschenk. Letzterer hatte die gesamte Kirchenheizung kostenlos geplant. In der „Neuenmuhrer Kirche“ durfte die Altenmuhrer Kirchengemeinde während der Bauzeit Gast sein. Günter Niekel erhielt ebenfalls einen Blumenstrauß und ein Geschenk für seine Mithilfe bei der Renovierung.

Beim anschließenden Empfang im AIZ sprach Bürgermeister Dieter Ram­pe ein Grußwort, und Pfarrer Brendel bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Festtags beitrugen. Eine Bildpräsentation, die im Hintergrund lief, zeigte die einzelnen Stationen und Phasen der Renovierung. GÜNTER L. NIEKEL

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe13. März 2016

© Text und Foto: Pfarrer i.R. Günter L. Niekel

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Dekanat Gunzenhausen

St. Johannis, Muhr am See

Regionalbischöfin Gisela Bornowski zog zusammen mit Ortspfarrer Karl-Heinz Brendel

und Pfarrer i. R. Günter L. Niekel zum Festgottesdienst in die St.-Johannis-Kirche in Muhr am See ein.

St. Johannis, Muhr am See

Der gemischte Chor trug zum Gelingen der Wiedereinweihungsfeier im

sanierten Gotteshaus in Altenmuhr bei. Unter anderem trugen die Mitglieder „Herr, wir loben Dich ...“ vor.


Folgende Fotos: © Horst Kuhn

 

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St.-Johannis, Muhr am See

 

St.-Johannis, Muhr am See

 

St.-Johannis, Muhr am See

 

St.-Johannis, Muhr am See

 

St.-Johannis, Muhr am See

 

 

 

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