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Ausflug Frauen-/Seniorenkreis 2016


Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1601Der Ausflug des Senioren- und Frauenkreises führte uns in diesem Jahr nach Dinkelsbühl. Im Gegensatz zum letzten Jahr mit dem Ziel "Käthe-Kruse-Puppenmuseum" in Donauwörth, waren heuer deutlich mehr Männer dabei. Kein Wunder, war doch eine Besichtigung der Tomatengewächshäuser Scherzer vorgesehen. Im nahen Waldeck hatte vor zwei Jahren der im Nürnberger Knoblauchsland ansässige Gemüsebauer riesige Gewächshäuser auf einer Fläche von ca. sieben Hektar errichten lassen.

Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1602Eine wahrhaft gigantische Tomatenproduktion ist dadurch entstanden. Es wachsen Tomaten verschiedener Größen und Sorten. Die Mitte Dezember eines Jahres eingesetzten Tomatenpflänzchen wachsen auf einem Nährboden aus Kokosfasern heran. Die Bewässerung und Düngung erfolgt vollautomatisch. Durch den Einsatz von Hummelvölkern werden die Pflanzen bestäubt. Andere Nützlinge sind gegen Schädlinge, wie z. B. die Weiße Fliege im Einsatz. Die benötigte Wärme von 20 - 25 Grad wird von der in der Nähe gelegenen Biogasanlage geliefert. Eine eigene Heizungsanlage steht für den Notfall bereit. Auch für die Wasserrückgewinnung und -aufbereitung steht ebenfalls eine eigene Anlage zur Verfügung.

Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1603Die Haupttriebe wachsen zunächst bis vier Meter in die Höhe. Da sie aber bis zum Herbst eines Jahres eine Länge von 14 Metern erreichen, werden sie nach und nach heruntergelassen und unten aufgewickelt. So entstehen im Laufe der Zeit verschiedene "Pflück-Etagen", die jeweils komplett abgeerntet werden. Nach wie vor geschieht das Pflücken der Rispen oder Einzeltomaten in Handarbeit. Etwa 60 bis 80 Mitarbeiter werden dazu benötigt. Um Rispen mit z. B. jeweils neun Tomaten, wie sie für den Verkauf benötigt werden, entstehen zu lassen, werden überzählige Blüten abgezwickt. Damit die unteren Bereiche auch genügend Licht erhalten, werden bis zu einer gewissen Höhe die Blätter abgeschnitten. Sie sind dann Material für die Biogasanlage. Im November werden die Gewächshäuser komplett geräumt, gereinigt und desinfiziert, damit im Dezember die neue Pflanzengeneration Einzug halten kann. Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1604Die geernteten Tomaten werden, zum Teil vollautomatisch, nach Sorten und Kaufwünschen verpackt und an Großmärkte z. B. in München und Stuttgart geliefert. Ein Verkauf an Einzelhändler oder Privatpersonen ist nicht möglich.

Die Besichtigung des Betriebes war äußerst interessant und eindrucksvoll. Man kann durchaus von einem "Industriebetrieb zur Erzeugung von Tomaten" sprechen. Mit kleinen Kostproben und der Möglichkeit, eine Steige mit verschiedenen Tomatensorten zu erwerben, endete der Besuch.



 

Anschließend fuhren wir in das nahe gelegene Segringen. Dort befindet sich ein sehenswerter Museums-Friedhof mit einheitlich gestalteten Holzkreuzen. Das Lebensalter der Verstorbenen ist auf Jahr, Monat und Tag genau angegeben. Auf der Rückseite steht der Bibelvers, meist der Konfirmationsspruch, über den bei der Beerdigung gepredigt wurde. Familiengräber gibt es nicht. Werden neue Grabstellen benötigt, wird immer gleich eine Grabreihe aufgelassen. Die Ruhezeit beträgt etwa 20 Jahre.

 

Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1605 Grossansicht in neuem Fenster: muhr_sen_1606



Im Gasthaus Klein in Segringen fand man sich abschließend zum traditionellen Kaffeetrinken ein. Ein vorzügliches Kuchenbüfett ließ die Herzen der Kuchenfreunde höher schlagen und fand großen Zuspruch. Pünktlich um 18:00 Uhr trafen wir wieder in Muhr ein, zufrieden und erfüllt von dem erlebnisreichen Ausflug. Der Wunsch, auch im kommenden Jahr wieder unterwegs zu sein, war deutlich zu vernehmen.

 

 

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Hans Rohn

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