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2020 .19.01 Verabschiedung Mesnerin Auernhammer

Altenmuhr, St. Johannis-Kirche
St. Johannis. Foto Kuhn

Wie ihr Wohnzimmer gepflegt

Nach 24 Jahren war EMMA AUERNHAMMER in der St.-Johannis-Kirche in Muhr am See Mesnerin.

MUHR AM SEE. Nach 24 Jahren nahm Emma Auernhammer Abschied von einem Dienst, der ihr ans Herz gewachsen und ein Stück ihres Lebens war. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie ihr geliebtes Amt als Mesnerin der St.-Johannis-Kirche in Altenmuhr aufgeben.

Pfarrer Karl-Heinz Brendel, der die treue Mesnerin aus ihrem Amt entpflichtete, verglich die 24-jährige Dienstzeit mit den 24 Fenstern eines Adventskalenders. Dazu hatte Emma Auernhammer ein besonderes Verhältnis, denn das letzte der Adventsfenster, die in verschiedenen Häusern der Gemeinde geschmückt wurden, war die gotische Vorhalle mit dem Hauptportal, durch das die Gottesdienstbesucher am Heiligen Abend in die Johanniskirche traten. Jedes Jahr hatte die Mesnerin eine andere Idee, wie sie diesen Bereich für den Gottesdienst vor dem Weihnachtsfest einladend gestalten konnte. Wenn alles passte, war die Hauptarbeit getan, und es kam die Zeit, in der man feiern und ruhen konnte.

Genau das wünschte Pfarrer Brendel. Sein treue Mesnerin solle nun den Ruhestand mit ihrem Mann, der ihr in all den Jahren treu zur Seite stand, genießen können. „Die St.-Johannis-Kirche wird weiterhin ‚meine Kirche’ bleiben“, betonte die scheidende Mesnerin und: „Einen Platz habe ich mir auch schon ausgesucht“. Traf man sie früher nicht zu Hause an und fragte, wo sie denn sei, kam meist die Antwort: „Wo wird sie schon sein? In ihrer Kirche!“ Ihr Anliegen war nicht nur die Sauberkeit und Ordnung im Gotteshaus, das sie wie ihr Wohnzimmer pflegte, sondern dass die Kirchenbesucher sich dort auch wohlfühlten. Es war ihr nicht nur das Gebäude wichtig, sondern auch die Menschen, die dort ein- und ausgingen.

Pfarrer Brendel überreichte Emma Auernhammer eine Urkunde, einen Geschenkgutschein und einen Blumenstrauß. Der dienstälteste Kirchenvorsteher Karl Enzner bedankte sich in Vertretung der erkrankten Vertrauensfrau Eva-Maria Niekel im Namen des Kirchenvorstands. Alle Kirchenvorstandsmitglieder verabschiedeten sich von der Mesnerin mit einer Rose und einem Geschenkkorb.

Weil der Abschied, bedingt durch die Krankheit von Emma Auernhammer, doch recht überraschend kam, ist die Nachfolge noch nicht geklärt. Die Kirchengemeinde ist auf der Suche nach einem neuen Mesner oder einer neuen Mesnerin oder einem Mesnerteam. Meldungen nimmt das Pfarramt jederzeit entgegen.

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 28. Januar 2019

© Text und Foto: Günter L. Niekel

 

Horst Kuhn

Dekanat Gunzenhausen

Öffentlichkeitsreferent

 

Auernhammer, Muhr am See

Pfarrer Brendel bedankte sich bei Emma Auernhammer und

ihrem Mann Hans, der sie bei der Ausübung des

Mesnerinamtes immer unterstützte. Foto: Günter L. Niekel

 

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